Sic itur ad astras zu den Sternen emporsteigen Wir schreiben das Jahr 1782.
In Deutschland wird Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832) in Weimar nach dem Erscheinen seines Werkes „Erlkönig“
geadelt. In Glaurus in der Schweiz findet die letzte
Hexen-Hinrichtung statt sie wird mit dem Schwert geköpft. In Frankreich beginnt
Jean Jacques Rousseau (1712-1778) sein autobiographisches vierbändiges Buch „Bekenntnisse“.
Es ist ein bitterkalter Tag gegen Ende des Jahres. Der Schnee hat das kleine Dorf
Vidalonlès Annonay nahe des Rhône Tales mit einer dicken weißen Haube zugedeckt. Der Wind pfeift um die Ecken der Häuser, die sich näher zusammenzuducken scheinen wie um sich gegenseitig zu wärmen. In der warmen Gaststube der kleinen Herberge sitzt Joseph Michel Montgolfier. Der 43 jährige starrt in das prasselnde Kaminfeuer. Er ist mit seinen Gedanken weit entfernt...
Michel Joseph und sein 38 jähriger Bruder Etienne
Jacques schlagen sich seit langem mit einem Traum herum. Sie wollen der Erde entschweben und
fliegen! Aber all ihre Berechnungen, Modelle und Versuche sind gescheitert.
Michel Joseph de Montgolfier ist ein Mann voller Phantasie, temperamentvoll und klug.
Etienne Jacques de Montgolfier ist ein Mann, in dessen Kopf nur Platz für Zahlen und Fakten zu sein scheint. Ein Realist mit mutigem Herzen. Zurück in die warme Gaststube der Herberge. Es geschieht in dem Augenblick, als die Wirtin beim Kochen dem Feuer etwas zu nahe kommt. Sie bückt sich.
Vielleicht etwas zu tief. Durch die Heißluft bauscht sich ihr Taftrock gewaltig.
Michel Joseph hat zugeschaut. Seine Gedanken kreisen nur um das Problem, das ihn und seinen Bruder seit Monaten beschäftigt, und als er den gebauschten Rock der Wirtin sieht, glaubt er, nun endlich die Lösung gefunden zu haben! Da gibt es offenbar etwas, das Dinge
zumSchweben bringen kann. Und mit der richtigen Menge und der richtigen Größe könnte vielleicht sogar ein Mensch der Erde entschweben...
Michel Joseph und Etienne Jacques experimentieren. Aus Taft fertigen sie Hohlkörper, die sie mit warmer Luft füllen. zuerst eckige Gebilde, dannrunde aus Papier, Säcken und knisterndem Taft. Sie verbrennen Papier, Wolle und feuchtes Stroh, denn sie glauben: je mehr Rauch, desto heißere Luft. Als ihre vielen Versuche schließlich erfolgreich enden, bauen sie aus Papier, das mit Leinwandsegmenten verstärkt wird, einen Ballon mit mehreren Metern Durchmesser. Er hat ein Volumen von 500 Kubikmetern! Am unteren Ende wird der Ballon von einem Ring
. An diesem Ring hängen Eisendrähte, die mit einer Blechpfanne verbunden sind. Die Brüder
Montgolfier entzünden Stroh und Wolle darauf und so erhält der Heißluftballon den nötigen Auftrieb. Der Ballon erhebt sich in die Lüfte! Warum das so ist, wissen die Brüder Montgolfier nicht genau. Sie glauben noch, der Rauch sei die Kraft, die den Ballon in die Höhe erhebt, und nicht die heiße Luft... Aber dieser Irrtum wird ja später aufgeklärt. Hauptsache, es funktionierte! Ein Menschheitstraum wird wahr. Der Weg ist geebnet, um das unvorstellbar große Luftmeer zu erobern. Die Brüder Montgolfier nennen ihren Ballon „Aerostatische Maschine“. Am 5. Juni 1783 stellen sie ihre bahnbrechende Erfindung im kleinen Dorf
Vidalonles Annonay vor. Mit staunenden Augen verfolgen die geladenen Ständevertreter und die
Bauern, Gutsbesitzer, Frauen und Kinder, wie der Ballon majestätisch gen Himmel steigt. 300 Meter hoch... Am 5. Juni 1783, einem sonnigen wolkenlosen Sommertag, beginnt somit das Zeitalter der Luftfahrt. Dafür interessiert sich natürlich sofort die Königliche Akademie der Wissenschaften in Paris. Die Brüder Montgolfier werden in die französische Hauptstadt
beordert. Es wird eine Kommission gegründet, die die
Experimente fortführen und weiterentwickeln soll. Zum Leiter dieser Kommission wird der angesehene Chemiker
Antoine Laurent Lavoisier ernannt (1743-1794). Der Geologe Bartholomé Faujas de
Saint Fond sorgt für großzügige Spenden aus dem Volk, damit die Staatskasse nicht
allzusehr belastet werde. Somit begann die Zeit der Ballonfahrer. Als die Gebrüder Montgolfier vor mehr als 200 Jahren ihren ersten Heißluftballon steigen ließen, war das eine Sensation. Heute ist die Fahrt in einem Ballon ein
einzigartiges und unvergeßliches Erlebnis. Ob Sie bei
Sonnenaufgang über den Baumwipfeln dahingleiten. in luftiger Höhe die Erde aus der Vogelperspektive betrachten oder die Sonne am Horizont verschwinden sehen, Sie weiden immer für ein paar Stunden die Hektik des Alltages hinter sich lassen. Seit der erste bemannte Ballon im Jahre 1783 von der Erde abhob, hat sich am Prinzip des Aerostten nichts geändert. Entscheidend verbessert wurden das Material und die Technik. Heute befestigen wir unseren Ballonkorb an einer Hülle aus Nylongewebe, das besonders verstärkt und präpariert (luftdicht) ist. Vor dem Start wird die Ballonhülle von
einem Spezialgebläse kalt gefüllt. Dann sorgt ein oben am Korb angebrachtes, durch Propangas gespeistes
Doppelbrenner-System dafür, daß die Luft erhitzt wird. Da warme Luft bekanntlich nach oben steigt, richtetsich der Ballon auf. Ihr Hauptvergnügen beginnt dann, wenn Sie in den Korb einsteigen und sich der Ballon nach ein
paar Feuerstößen aus dem Brenner in die Lüfte erhebt. Das geschieht ganz sanft ohne Rucken (kein Fahrstuhleffekt), und auch während der Fahrt gibt es weder
Pendelbewegungen, noch die beim Fliegen unangenehmen Luftlöcher. Wir möchten, daß die Ballonfahrt für Sie zu einem schönen und unvergeßlichen Erlebnis wird. Deswegen steht bei all unseren Entscheidungen Ihre Sicherheit an erster Stelle. Starts erfolgen nur bei Wetterbedingungen, die eben dies garantieren. Deshalb ist eine Ballonfahrt bei uns ausgeschlossen
bei Regen und bei schlechter Sicht (wie z.B. Nebel). Ein schwacher Wind ist Garant für eine sichere Fahrt. Ballonstarts können zwar das ganze Jahr über, wegen der tagsüber auftretenden Thermik (mit Ausnahme der kalten Wintertage) jedoch nur am frühen Morgenund ab etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang
durchgeführt werden. Die von uns eingesetzten Luftfahrer sind
erfahrene Ballonpiloten, denen Ihr Wohlergehen sehr am Herzen liegt. Unsere Luftfahrzeugführer unterscheiden sich wesentlich von den Piloten, die gelegentlich das Ballonfahren als Sport ausüben. Eine regelmäßige
fliegerärztliche Untersuchung und eine strenge Überwachung ihrer persönlichen und fachlichen Fähigkeiten sind
selbstverständlich. Im Ballonkorb erleben Sie die Landschaft aus einer neuen, ungewohnten Perspektive. Sie können sich ganz dem Genuß des Schwebens, des Gelöstseins von der Erde, hingeben. Sie erleben in dieser himmlischen Stille ein bis dahin unbekanntes Gefühl von Freiheit und finden schließlich zu sich selbst. „Ich fühlte mich lebendig“ soll begeisterter
Ballonpionier nach einer schönen Fahrt geäußert haben. Eine Fahrt mit unseren Ballonen dauert
mindestens eine volle Stunde, meistens auch etwas länger. Rechnen Sie bitte damit, daß Sie insgesamt etwa sechs
Stunden von zu Hause weg sein werden. Die Buchung einer Ballonfahrt geschieht Rahmen eines Beförderungsvertrages. Vor dem Antritt der
Ballonfahrt wird für jeden Passagier ein Fahrschein ausgestellt. Aufgrund Ihres Geschenkgutscheines erhalten Sie folgende Leistungen: Allgemeines Merkblatt für Passagiere (Die
Regionalen Merkblätter bekommen Sie von Ihrem
Ballonpiloten) Mit diesem Merkblatt wollen wir Ihnen bereits vor Antritt Ihrer Ballonfahrt einige Hinweise geben, die genau durchzulesen sind und zu Ihrer eigenen Sicherheit
beachtet werden müssen: Vor der Fahrt: Ballonfahren gleicht einer sportlichen Betätigung und setzt eine gute Konstitution und körperliche Fitness der Passagiere voraus. Der Ballonführer wird Sie beim
Auf und Abbau des Ballons aktiv beteiligen. Dies gilt jedoch nur dann, wenn Sie sich dazu in der Lage sehen und damit einverstanden sind.
Herz, Kreislauf, Lungen, Gelenkkranke, Allergiker, frisch Operierte sowie Schwangere sollten bereits im Vorfeld Ihren Arzt befragen. Bei dessen Zustimmung ist auch der Ballonführer zu informieren. Kinder, die jünger als
1012 Jahre oder kleiner als 1,30 m sind, können grundsätzlich nicht mitfahren. Allgemein: Rauchverbot im Korb und im Umkreis von 10m von Korb, Hänger und Hülle. Kleidung wie auf einer Wanderung zur gleichen Jahreszeit. Oberbekleidung aus Baumwolle hat sich bewährt. Festes Schuhwerk (Wanderschuhe), das
auch die Knöchel schützt. Schuhe mit hohen Absätzen sind ungeeignet. Vor und während der Fahrt kein Alkoholgenuss.
Foto, Film, Videogeräte und Ferngläser dürfen
mitgenommen werden, der Fahrgast ist jedoch selbst für die stoßsichere Verwahrung während der Fahrt und
insbesondere bei der Landung verantwortlich.Glas, spitze und scharfe Gegenstände dürfennicht mit an Bord genommen werden. Beim Start und während der Fahrt: Der Ballonführer hilft Ihnen beim
Einsteigen in den Ballonkorb und weist Ihnen einen Platz zu. Halten Sie sich nur an den im Korb angebrachten Halteschlaufen fest. Keine Gegenstände über Bord werfen. Nicht auf den Korbrand oder die Gasflaschensetzten. Nicht an Seilen, Schläuchen oder Ventilen
festhalten oder ziehen. Während der Landung: Die Weisungen des Ballonführers müssen strengstens beachtet werden. Er wird das nachstehend
beschriebene Landeverhalten mit Ihnen üben: Blick nach hinten (also mit dem Rücken
in Fahrtrichtung) Mit beiden Händen gut an den im Ballonkorbangebrachten Schlaufen festhalten Leicht in die Knie gehen und dabei Beine
und Füße fest geschlossen halten Nicht nach vorne in Fahrtrichtung abstützen Nicht auf den Korbboden setzen Den Kopf nicht über den Korbrand oder über
Propangasflaschen halten Erst aus dem Korb aussteigen, wenn der
Rallonführer dazu die Anweisung gibt Die Ballonfahrt mit uns soll für jeden Passagier ein Supererlebnis sein. Mit Ihrer positiven Einstellung,mit Ihrer guten Stimmung, mit Ihrem sportlichen Einsatz, aber auch mit entsprechender Disziplin tragen Sie
wesentlich dazu bei. Die Korbbesatzung ist eine Mannschaft im abenteuerlichen Einsatz. Nach dem Grundsatz „Jeder für Jeden“ gilt deshalb auch das persönliche „Du“. Gehen Sie bitte locker an Ihre Ballonfahrt heran. Ein Schwindelgefühl oder Höhenangst erzeugteine Ballonfahrt nicht, da der Ballon nicht (wie hohe Brükken oder Gebäude) mit der Erde verbunden ist. Er hebt ganz sanft von der Erde ab. Der Ballonführer beantwortet Ihnen gerne weitere Fragen. Zu Ihrer Ballonfahrt wünschen wir Ihnen
recht viel Vergnügen, Ihr Skytravel24Team
|